Fachportal der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Unser Spektrum der abdominalen Viszeralchirurgie umfasst die Behandlung von Erkrankungen des oberen (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Leber, Bauchspeicheldrüse Gallenblase und Gallengang) und unteren Verdauungstraktes (Dickdarm, Enddarm). Dazu gehört auch die Behandlung von Bauchwandbrüchen (Narben-, Leisten-, Nabel- und Zwerchfellhernien).

Viele Bauchoperationen können in minimal-invasiver Technik durchgeführt werden. Zu nennen sind Operationen bei Leisten- oder Zwerchfellbrüchen (Hernie), Gallenblasen- oder Milzerkrankungen, Blinddarmentzündung, Sigmadivertikulitis sowie gut- und bösartigen Erkrankungen des Dünn-, des Dick- und des Enddarmes.

Besondere Erfahrungen liegen in der Behandlung von Krebserkrankungen der unteren Speiseröhre, des Magens, der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie des Dick- und Enddarmes vor. Jährlich werden 100 - 150 Krebsoperationen an diesen Organe vorgenommen. Eine prospektive Erfassung der jeweiligen Behandlungsqualität ist im Rahmen des Darmkrebszentrums etabliert oder im Aufbau begriffen.

Im Rahmen der endokrinen Chirurgie werden pro Jahr durchschnittlich 100 Schilddrüsenoperationen wegen einer Struma durchgeführt. Nebenschilddrüsenoperationen erfolgen fast ausschließlich wegen eines primären Hyperparathyreoidismus. In einer internen Studie werden sämtliche Schilddrüsenoperationen in ihrer Ergebnisqualität dokumentiert.

Im Bereich coloproktologischer Erkrankungen liegt unser Schwerpunkt auf  der Behandlung von Funktionsstörungen und komplexen proktologischen Krankheitsbildern. Hier betreuen wir Patienten mit einer Obstipation (Verstopfung) oder mit einer Einschränkung der analen Kontinenz (Haltefähigkeit). Auch gehört die operative Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulitis) unserem coloproktologischen Arbeitsschwerpunkt an. Bei Notwendigkeit einer Operation  werden durch uns minimal-invasive OP-Techniken favorisiert und routinemäßig angewandt. Dazu gehören laparoskopische oder perineale (äußere) Verfahren bei Mastdarmvorfall, die Technik der Sakralnervenstimulation und die Implantation eines analen Sphinktersystems. (als Ersatz oder zur Unterstüzung des Schließmuskels). Konventionelle Verfahren werden durch uns in der Fistel- und rekonstruktiven Sphinkterchirurgie angewandt.

Seit Neuem ist über das Medizinische Versorgungszentrum Poli Reil eine proktologische Sprechstunde etabliert. Personelle Spezialisierung, moderne Untersuchungs- und Behandlungstechnik gewährleisten einen referenziellen Qualitätsstandard. Die Zertifizierung für chirurgische Koloproktologie wird beantragt.

Zur Minimierung von Komplikationen und Reduktion des operativen Traumas werden sämtliche adipositaschirurgischen Eingriffe laparoskopisch (Knopflochchirurgie) durchgeführt.

Zur Vereinbarung eines ambulanten Termins in unserer Adipositassprechstunde kontaktieren Sie bitte Frau Susann Nagy unter 0345 778-6469

weiterführende Informationen zu chirurgischen Möglichkeiten als pdf-Download

Etwa 20% der Menschen in den westlichen Ländern leiden unter einer Refluxerkrankung, Tendenz steigend. Unter einem gastroösophagealen Reflux wird der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verstanden. Hauptsymptom ist Sodbrennen.
Bis zu einem bestimmten Grad ist dieser Reflux physiologisch. Erst wenn er ein gewisses Maß überschreitet, sprechen wir von einem behandlungsbedürftigen, pathologischen Reflux.

Die Ursache des krankhaften Refluxes ist sehr vielfältig. Häufig liegt ein unvollständiger Schluss des unteren Speiseröhrenschließmuskels (Ösophagussphinkters) vor. Begünstigende Faktoren sind zum Beispiel Rauchen, Kaffee, Alkohol, zu fettreiches Essen und Stress. Aber auch andere Erkrankungen wie zum Beispiel Peristaltikstörungen der Speisröhre und eine Magenausgangsstenose können zu einem chronischen Reflux führen. Um die Ursache des gastroösophagealen Refluxes zu ermitteln, bedarf es neben der Magenspiegelung häufig einer weiterführenden Diagnostik. Hier spielen Verfahren wie die 24-Stunden-pH-Metrie und Impendanzmessung sowie die hochauflösende Manometrie der Speiseröhre eine entscheidende Rolle zur weiteren Therapieplanung.

Nach Diagnosestellung einer gastroösophagealen Refluxerkrankung besteht zunächst die Indikation zu einer konservativen medikamentösen Therapie. Sollte die Therapie nicht zum Erfolg führen oder liegen gleichzeitig größere Zwerchfellbrüche vor, besteht auch die Möglichkeit einer operativen Therapie.
Als Goldstandard gilt die laparoskopische Fundoplikatio. Hierbei wird nach laparoskopischer Versorgung einer möglichen Zwerchfellhernie eine Manschette aus dem Magenfundus um die untere Speiseröhre gelegt. Durch diese Operation kann effektiv der Reflux therapiert werden. Die Einnahme von Säureblockern ist anschließend nicht mehr notwendig.

Ein neueres Verfahren wie das Linx-Reflux-Managementsystem findet zunehmend Anwendung. Es handelt sich hierbei um ein Verfahren, bei dem laparoskopisch eine kleine, flache Kette aus Titanperlen mit Magnetkern um den unteren Ösophagussphinkter zur Verhinderung des Refluxes platziert wird. Dieses minimal-invasive Verfahren ist sehr gewebeschonend, kann aber nicht bei jedem Patienten angewendet werden.

Bei chronischen Refluxbeschwerden können sie sich in unserer Spezialsprechstunde zur weiteren Diagnostik und chirurgischen Therapie vorstellen. Bitte melden Sie sich unter der Telefonnummer 0345 778-6328 an.

Klinikleitung

Chefarzt
Dr. med. Thomas Plettner
Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie, Zusatzbezeichnung Proktologie
Chefarztsekretariat
Anke Lux
0345 - 778-6344
0345 - 778-6366

Pankreasstatistik 2017

Erfreulich ist die sehr gute Bilanz der postoperativen Genesung bei Pankreasoperationen.
Mit einer sehr niedrigen Gesamtmorbiditätsrate liegt die Klinik deutlich unter den Referenzwerten nach Grützmann/Der Chirurg 11/2017. Es trat keine Mortalität auf. (Referenzwert =10,1 %)

weitere Daten zu präoperativen Relativzahlen und Krankenhausverweildauer